Beiträge von Dorian

    So ging es mir mit einem ID.3! Der kann dem Elroq nicht annähernd das Wasser reichen. In allen Belangen.

    Das überrascht mich, weil die beiden Modelle sich BEV-technisch doch sehr ähnlich sind.


    Gut, es gibt frühe Modelle und jetzt den Neo. Dazwischen liegt viel Verbesserung. Weiß nicht, welchen ID.3 Du hattest.


    Von Bedienung, Innenraum und Qualitätsanmutung abgesehen, wo fiel der ID.3 so deutlich ab?

    Wie ich zuletzt bei meinem Händler war, meinte er, auf gar keinen Fall kaufen nur Leasing machen. Die Entwicklung bei E Autos geht aktuell zu schnell voran und man hat in drei Jahren einen zu großen Wertverlust.

    Anfangs war ich skeptisch, aber mittlerweile muss ich sagen, er hat komplett recht!

    Was ist mit der Annahme, dass man beim Leasing den Wertverlust mitbezahlt, plus noch ein Sicherheitspolster für die Bank?


    Ich habe gekauft


    1. in der Einschätzung, dass der Elroq wie andere Skodas grob das ist, was früher VW war, und dass das Auto insgesamt langweilig aber solide und günstig im Unterhalt ist (Typklassen), was im Allgemeinen zu guten Restwerten beiträgt. Die Qualitäten des Autos als Ganzes haben sich bisher bestätigt. Wobei ich das Design deutlicher attraktiver finde als zB beim ID.7. Der ist wirklich langweilig und plump.


    2. in der Erwartung, dass die Nachfrage nach (für die breite Masse alltagstauglichen) gebrauchten BEVs in den nächsten Jahren steigen wird. Verbrenner sind inzwischen ähnlich teuer, so dass die Unterhaltskosten bald mehr Aufmerksamkeit erfahren werden und die Anschaffungsentscheidungen beeinflussen. Der Karoq war mit Vollausstattung und maximaler Motorisierung (ganze 150 PS, yeah) nach Liste sogar teurer als mein Elroq mit Vollausstattung.


    Der Iran-Krieg dürfte insoweit schon mal in die Karten gespielt haben.


    3. natürlich, weil das Geld verfügbar war. Für viele stellt sich die Frage vermutlich nicht. Die Hersteller haben das Leasing so gut vermarktet, dass sich die meisten so etwas wie Sparen für einen Kauf gar nicht mehr vorstellen können, wenn sogar Urlaube kreditfinanziert werden. Und man will wie beim Smartphone ja auch schnell wieder was Neues haben, äh, natürlich "braucht" man was Neues, Stichwort Zeitgeist, Überflussgesellschaft. Nachhaltigkeit, who cares. Aber auch das wird sich ändern.


    Ich bin der Meinung, dass der Elroq ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis hat und "bessere" BEVs weiterhin erheblich teurer sind, ohne dass sie (wie gesagt für die meisten Leute) im Alltag relevant besser performen. Mein Favorit wäre etwa der i3 Touring. Aber die bessere Leistung als BEV (Reichweite, Ladezeit) wäre mir den wahrscheinlich massiven Aufpreis nicht wert. Ich prognostiziere speziell dem Elroq einen (vergleichsweise!) guten Wertverlauf.

    Danke, das werde ich nachlesen. Disclaimer "Assistenzsystem" ist schon klar. Innerhalb seiner Grenzen und bei moderaten und im Vergleich zur Verkehrssitutation eher defensiven Geschwindigkeiten sollte das System insbeondere in potentiell gefährlichen Situationen aber weitgehend zuverlässig funktionieren, zumal unter optimalen Witterungsbedingungen.


    Reichweite der Sensorik ist auch klar. Deshalb habe ich im Autobahn-Beispiel (einscheren von rechts in meinen Abstand) ausdrücklich geschrieben, dass das System den neuen langsamen Vordermann sicher erkannt (grüne Einblendung im HUD), aber gleichwohl viel zu langsam reagiert hat. Dann liegt es wohl eher daran, wie ThomasD geschrieben hat, dass das Systemn in solchen Situationen manchmal einfach "Probleme" hat, den Abstand bzw. die Annäherung richtig zu erfassen.


    Bei dem Beispiel auf der Landstraße, gibt es genauso auch im Stadtverkehr, ahne ich es inzwischen, weil eben keine Einblendung erfolgt, dass er am Vordermann sozusagen "eingerastet" ist. Man lernt ja mit den Unzuläglichkeiten der Technik umzugehen. 😊


    Die Anzeige mit dem Einrasten ist sehr gut gemacht, sogar mit Animation rechts/links, genauso wie beim Lenkassi mit den grünen Linien, wenn man die Spur gewechselt hat. Diese Anzeigen machen nachvollziehbar, was die Technik gerade tut, und es hilft, die typischen Missverständnisse an der Schnittstelle Mensch-Maschine zu vermeiden. Das ist vergleichbar etwa mit guten KI-Systemen, die während der Bearbeitung des Prompts die "Denkschritte" erläutern. Da kann man schon während der Verarbeitung gut verfolgen, ob die KI die Aufgabe richtig verstanden hat und sinnvoll vorgeht.

    Das erklärt 2..

    Zu 1.: Ja, einscherende Autos machen etwas Probleme. ACC braucht wohl etwas um die Geschwindigkeit des einscherenden Autos erstmalig zu messen - ich weiß es nicht. Welche Abstände und welches Fahrprofil hast du eingestellt? Das macht bei ACC einen deutlichen Unterschied.

    Zu 1.

    DANKE, das hilft zumindest, einen individuellen Fehler meines Autos auszuschließen.


    Fahrprofil ist Eco (Gewohnheit primär wegen der Kennlinie des Strompedals), Abstand müsste der mittlere von fünf (?) Stufen sein, die beiden äußersten Stufen habe ich noch nie benutzt. Du meinst also, Eco beeinflusst nicht nur das Beschleunigen (sanfter) sondern auch das Bremsen?! Das wäre in Sachen Sicherheit IMO sehr fragwürdig.


    Bei 2

    bin ich anderer Meinung, das System kann definitiv stehende Fahrzeuge erkennen, siehe mein Beitrag zu Wohnstraße/versetztes Parken oben. Etwas anderes wäre auch seltsam, zumal der Wagen auch Stop/Go beherrscht. Wo ist der Unterschied zwischen einem langsameren Fahrzeug und einem stehenden? Ich bin nicht mit den technischen Feinheiten vertraut, schätze aber, mit dem Radar wird der Abstand zu einem Hindernis gemessen und entsprechend der Veränderung pro Zeit ermittelt, wie groß der Geschwindigkeitsunterschied ist und natürlich, ob es sich entfernt oder nähert. Von dem Differenzbetrag dürfte insbesondere das Bremsverhalten abhängen. Bei einem stehenden Fahrzeug ist die Differenz eben gleich der eigenen Geschwindigkeit oder nahe daran. Langsam fahrend oder stehend ist m.E. nur ein gradueller Unterschied. Wie gesagt, der Notbremsassi muss das auch können. Ich weiß aber nicht, ob das zwei verschiedene Systeme sind. Es mag also techisch komplexer sein, als ich es mir vorstelle

    "Das ACC erkennt keine stehenden Fahrzeuge"


    Das kann ich so nicht bestätigen,

    wenn ich auf einer Straße mit parkenden Fahrzeugen fahre und nicht rechtzeitig nach links ausschere bremst mein ELROQ.

    Exakt. Im Stadtverkehr funktioniert das ja auch. Wozu gibt es sonst den ACC mit Stop/Go-Funktion? Ich habe allerdings die Bedienungsanleitung dazu nicht konsultiert. Die Bedienung ist insgesamt sehr gut, intuitiv zu verstehen und das Verhalten auch schlüssig, so dass ich gerade bei den Assistenten keine Probleme habe und bishe kein Manual benötigt habe. Aber ich lasse mich gerne belehren, sollte es dort entsprechende "Disclaimer" oder auch Geschwindigkeitsgrenzen für bestimmte Features geben. Das wäre dann allerdings genau das Gegenteil von intuitiv.


    Und zu Deinem Beispiel: Gerade letzte Woche habe ich das ähnlich in der Wohnstraße bei meinen Eltern zweimal gehabt. Schmale Straße, wo rechts uns links abwechselnd versetzt am Fahrbahnrand geparkt wird. Man fährt also immer rechts oder links am Bordstein entlang und macht dazwischen recht enge Schlenker von der einen auf die andere Straßenseite. Fahre ich mit dem ACC (ohne Lenkassi) mit 30 kmh auf die linke Seite, wo in etwas Entfernung das nächste parkende Auto steht, bremst er frühzeitig bis auf ca. 10 kmh ab (deutlich und eher zu früh, aber in Sachen Sicherheit völlig in Ordnung so). Ich lenke durch die Lücke nach rechts, und er beschleunigt wieder. Also alles bestens und so, wie man es, sagen wir: vom Gespür eines erfahrenen, aber eher defensiven Autofahrers her, erwarten würde. Und das in dem Sinne "angemessene" Verhalten ist zum Glück die Regel bei dem Fahrzeug. Insgesamt ist es vor allem auf der Autobahn und Landstraße gut brauchbar. Nur eben mit mit ziemlich unangenehmen Ausnahmen, zumal allesamt bei moderaten und eher defensiven Geschwindigkeiten.


    Daher bleibe ich bei meinem sachlich vorgetragenen "Gemecker" 😉 in der dafür doch wohl richtigen Rubrik.


    Und ich danke wie immer allen Foristen für ebenso sachliche konstruktive Antworten. 😊👍🏻

    Was mich nach drei Monaten doch zunehmend stört, ist das Verhalten des ACC bei der Anpassung der Geschwindigkeit auf verschiedene Änderungen im Verkehr. Das Auto macht das _sehr_ unterschiedlich (und nicht selten gefährlich) bzw erfasst Fahrzeuge gar nicht, was einen manuellen erheblichen Bremseingriff _zwingend_

    erforderlich macht, will man keinen Auffahrunfall bzw Gefahrenbremsung riskieren, weil das Auto eben nicht reagiert.


    Zwei Beispiele:


    1.

    Auto fährt Autobahn mit ACC in der Soll-Geschwindigkeit (110 bis 120) . Optimale Bedingungen, Tageslicht, wolkenlos, keine Blendung bzw Gegenlicht. Vordermann weit voraus und nicht erfasst. Von rechts schert ein Fahrzeug ein, sofort erkennbar deutlich langsamer. Der ACC erfasst den neuen Vordermann (grüne Einblendung im HUD). In dem Moment erwarte ich, dass er sofort bremst. Das tut er aber nicht, sondern fährt weiter auf, verzögert ganz schwach und kurz bevor ich eingreifen will, weil es sich langsam brenzlig anfühlt, geht er in die Eisen (Einblendung orange!). Meine Beifahrerin fand das zu recht sehr unangenehm.


    2.

    ACC fährt auf der Landstraße die Soll-Geschwindigkeit, 70-90 kmh. Einspurig für beide Richtungen. Wieder optimale Bedingungen. Kein Vordermann. In weiter Ferne eine rote Ampel. An der Ampel steht ein PKW. Offenbar erkennt das Auto das stehende Fahrzeug nicht, keine Einblendung, null Verzögerung. Ich habe das bisher nie laufen lassen, bis er vielleicht doch mal "aufwacht". Dafür war das viel zu brenzlig.


    Dasselbe in anderer Variante, schlimmer weil noch unangenehmer bzw gefährlicher: Auto folgt Vordermann _unterhalb_ Soll-Geschwindigkeit. Vordermann wechselt eine Spur nach links, zB auf eine Abbiegespur vor einer roten Ampel. An der Ampel auf rechten Spur wartet aber schon ein Auto. Was macht mein Elroq: sobald der Vordermann die Spur freigemacht hat, beschleunigt meiner und rast gefühlt auf das stehende Fahrzeug zu. Äußerst unangenehm. Sowas passiert auch innerstädtisch bei geringeren Geschwindigkeiten.


    Passiert Euch sowas auch?


    Ich finde das mit der Häufigkeit eigentlich inakzeptabel = mangelhaft. Allerdings hatte ich bisher keinen adaptiven Tempomaten. Mein alter hatte auch keinen Notbremsassistenten. Bei dem oben beschrieben Beschleunigen hinter einem stehenden Fahrzeug kommen mir aber auch Zweifel an genau diesem Notbremsassistenten...


    :/ =O

    Das kann man deaktivieren :) Dann bleibt die Geschwindigkeit so wie du sie eingestellt hast. Er bremst aber von alleine auch nicht mehr auf z.B. 80 km/h in der Baustelle ab.

    Was hier fehlt, ist eine individuelle Einstellung der maximalen automatischen Geschwindigkeitseinstellung im Tempomaten. In meinem Fall wäre das 120. Im Eco-Modus sind die 130 max. schon implementiert. Man müsste den Wert nur einstellbar machen.

    Schade, dass Matthias Speicher das Thema Skoda BEV niedergelegt hat. Er hätte vielleicht was über die Ursachen herausgefunden.


    Ich vermute, die Probleme könnten auch mit der Entfernungsmessung zu tun haben.


    So oder so, lieber Volkswagen-Konzern, bei Renault hat sowas schon vor 25 Jahren zuverlässig funktioniert.


    Immerhin kann man das automatische Öffnen zur Sicherheit im Einzelfall simpel abstellen, ohne dafür Einstellungen im Infotainment ändern bzw Kessy ganz abschalten zu müssen.

    Danke für deinen Hinweis. Ich habe es jetzt ausprobiert und es hat funktioniert. Ich werde es aber noch weiter testen, um den Umstand „Zufall“ ausschliessen zu können. Ich werde mich dann wieder melden.

    Gruss aus Zürich

    Ich werde das auch ausprobieren. Allerdings tritt der Fehler nur sporadisch auf. Die Frage ist also, wie lange man testen muss, um einen Effekt "messen" zu können.


    Ich habe den Eindruck, die automatische Verriegelung funktioniert immer, wenn man aussteigt und ohne Zögern weggeht. Bewege ich mich aber erst noch in der Nähe, weil ich etwas im Auto umräume, Tür auf, Tür zu, Kofferraum usw, und gehe erst dann weg, kommt es öfter vor, dass er dann einfach nichts macht.


    Ein technischer Unterschied ist jedenfalls, dass das Licht im zweiten Fall bereits ausgeschaltet ist.


    Es bleibt irgendwie seltsam.


    P.S. Mit der Internet-Konnektivität dasselbe: er ist nach der Ausfahrt aus der Tiefgarage wochenlang immer nach ein paar Sekunden wieder online. Dann plötzlich klappt es 2-3 mal hintereinander nicht.