Was nervt euch an eurem Elroq?

  • Zu

    Bei 2

    bin ich anderer Meinung, das System kann definitiv stehende Fahrzeuge erkennen, siehe mein Beitrag zu Wohnstraße/versetztes Parken oben. Etwas anderes wäre auch seltsam, zumal der Wagen auch Stop/Go beherrscht. Wo ist der Unterschied zwischen einem langsameren Fahrzeug und einem stehenden? Ich bin nicht mit den technischen Feinheiten vertraut, schätze aber, mit dem Radar wird der Abstand zu einem Hindernis gemessen und entsprechend der Veränderung pro Zeit ermittelt, wie groß der Geschwindigkeitsunterschied ist und natürlich, ob es sich entfernt oder nähert. Von dem Differenzbetrag dürfte insbesondere das Bremsverhalten abhängen. Bei einem stehenden Fahrzeug ist die Differenz eben gleich der eigenen Geschwindigkeit oder nahe daran. Langsam fahrend oder stehend ist m.E. nur ein gradueller Unterschied. Wie gesagt, der Notbremsassi muss das auch können. Ich weiß aber nicht, ob das zwei verschiedene Systeme sind. Es mag also techisch komplexer sein, als ich es mir vorstelle

    Das Radar hat eine begrenzte Reichweite (vermutlich 200-250m)

    Wenn ein Fahrzeug steht und ich mit 50km/h geradeaus darauf zu fahre, sollte das kein Problem sein. Das Radar erkennt das Fahrzeug, errechnet anhand der Geschwindigkeit und Distanz, dass es steht und bremst dann irgendwann. Dafür ist bei 50kmh natürlich deutlich weniger Zeit, als wenn das Fahrzeug 20km/h fahren würde.

    Wenn der Fahrstreifen nun aber nicht gerade ist, hat das Fahrzeug für den gleichen Vorgang vielleicht weniger als 100m und dann kommt die Bremsung unangenehm spät, weil ja erst nichts zu erkennen war.

    Eine Notbremsung will man nicht erleben, das kommt erst so spät, dass man sich sicher ist: Jetzt knallt es. (Ist auch nur dafür da einen Unfall gerade so zu verhindern oder wenigstens den Aufprall zu verringern)


    Achso, nehmen wir den worst case: 180km/h und Stauende. Da hat das Auto echt zu tun um in seiner Sichtweite (sagen wir es sind 250m) zum stehen zu kommen. Das System an sich ist bis 210km/h ausgelegt.

  • Danke, das werde ich nachlesen. Disclaimer "Assistenzsystem" ist schon klar. Innerhalb seiner Grenzen und bei moderaten und im Vergleich zur Verkehrssitutation eher defensiven Geschwindigkeiten sollte das System insbeondere in potentiell gefährlichen Situationen aber weitgehend zuverlässig funktionieren, zumal unter optimalen Witterungsbedingungen.


    Reichweite der Sensorik ist auch klar. Deshalb habe ich im Autobahn-Beispiel (einscheren von rechts in meinen Abstand) ausdrücklich geschrieben, dass das System den neuen langsamen Vordermann sicher erkannt (grüne Einblendung im HUD), aber gleichwohl viel zu langsam reagiert hat. Dann liegt es wohl eher daran, wie ThomasD geschrieben hat, dass das Systemn in solchen Situationen manchmal einfach "Probleme" hat, den Abstand bzw. die Annäherung richtig zu erfassen.


    Bei dem Beispiel auf der Landstraße, gibt es genauso auch im Stadtverkehr, ahne ich es inzwischen, weil eben keine Einblendung erfolgt, dass er am Vordermann sozusagen "eingerastet" ist. Man lernt ja mit den Unzuläglichkeiten der Technik umzugehen. 😊


    Die Anzeige mit dem Einrasten ist sehr gut gemacht, sogar mit Animation rechts/links, genauso wie beim Lenkassi mit den grünen Linien, wenn man die Spur gewechselt hat. Diese Anzeigen machen nachvollziehbar, was die Technik gerade tut, und es hilft, die typischen Missverständnisse an der Schnittstelle Mensch-Maschine zu vermeiden. Das ist vergleichbar etwa mit guten KI-Systemen, die während der Bearbeitung des Prompts die "Denkschritte" erläutern. Da kann man schon während der Verarbeitung gut verfolgen, ob die KI die Aufgabe richtig verstanden hat und sinnvoll vorgeht.

    Elroq 85 Sportline, MJ2026, SW 5.6. Graphite-Grau, 21" Supernova, Vollausstattung (Maxx, AHK, WP, Sport, Winter, Gepäcknetztrennwand)