Beiträge von Burkhard63

    Das heißt für mich jetzt das wenn ich das Auto am Schnellader auf 100% lade und dann nach Hause fahre kein balancing mehr möglich ist da ich ja dann zuhause angekommen nur noch 97% habe.

    Doch alles gut, der SoC sollte zwischen 95 und 100% liegen. Für die zu Hause laden ist 100% einfacher, da der Laderegler ja nun mal in 10% Schritten die Leistung anhebt. 😉

    aber was ich quergelesen habe sagt mir dass die lange Standzeit bei 100% nur bei aktivem Balancing notwendig ist, die MEB-Plattform aber nur passives Balancing macht

    Gute Beobachtung – der Widerspruch ist aber nur scheinbar da. Man muss zwei Dinge trennen, die oft durcheinandergeworfen werden.

    Aktiv vs. passiv – korrekt eingeordnet

    Der Widerspruch ist nur scheinbar da.

    Auch passives Balancing braucht Zeit, nicht weil Energie umgeladen wird, sondern weil der Balancingstrom sehr klein ist und nur am Ladeende fließt.

    Man braucht keine extrem langen Standzeiten, aber ohne etwas Zeit bei hohem SoC passiert auch bei MEB kein wirksamer Abgleich.

    Ich muss natürlich zu meiner Verteidigung sagen

    ;) Hier muss sich keiner Verteidigen und auch keiner angegriffen fühlen. Ich hoffe wir teilen hier nur Informationen vom Schwerter kreuzen sind wir doch hoffentlich alle weit weg. Tatsächlich erklärt der Hersteller absolut wenig zu seinen Akkus, ich selber komme eigentlich aus einer Spannungsebene 10/20/30KV

    Wir haben aber natürlich durch die Energiewende und durch die Nachfragen unserer Kunden nun auch die Speicherung von Strom zu unserem Thema gemacht.

    Die Balance findet tatsächlich erst statt, wenn die Zelle an ihre Ladeschlussspannung kommt, vorher geschieht da relativ nix richtiges. ;) Da wird beim Modellbau richtig Geld investiert um das mit Aktiver Technik zu machen... Das will der Autohersteller sich gerne sparen.

    Aktives Balancing bei 400–800 V wäre:

    • teuer

    • verlustreich

    • EMV-kritisch

    • zusätzliche Fehlerquelle

    Der Nutzen im unteren SoC-Bereich ist gering, weil:

    • Spannungsunterschiede dort kaum aussagekräftig sind

    • Temperatur, Innenwiderstand und Messfehler dominieren

    So ein EV ist doch etwas anderes als Modellbau-Packs ;)

    Das heißt im kurzen zusammengefasst:

    Ausgeglichen werden die Zellen egal wie geladen wird auch so mal wenn das BMS zu starken drift erkennt. Das wäre z.b. wenn immer nur bis 80% geladen wird.

    Und ab und zu voll machen findet der Akku auch toll.

    Warum das falsch ist:

    • In fast allen EVs läuft passives Top-Balancing.

    • Dafür müssen einzelne Zellen ihre Ladeschlussspannung erreichen.

    • Bei dauerhaftem Laden bis 80 % passiert kein wirksamer Abgleich, egal wie groß der Drift ist.

    • Das BMS kann dann nur begrenzen, nicht aktiv ausgleichen.

    Zur Aussage „wenn das BMS starken Drift erkennt“:

    • Ja, es erkennt ihn.

    • Nein, es kann ihn nicht beliebig korrigieren.

    • Ohne hohen SoC fehlt die Spannungsdifferenz, um Balancing überhaupt zu starten.

    „Ab und zu voll machen findet der Akku auch toll“:

    • Das stimmt insofern:

      • Voll laden + stehen lassen → Balancing möglich

      • Voll laden + sofort los → kaum Effekt


    Die Quellen liegen offen und wer möchte kann sich einlesen.

    ...und mir ist meine Batterie wichtig. Deshalb halte ich mich da an die Anleitung, da es keine seriöse Quelle gibt, die gegenteiliges vorteilhaft erscheinen lässt.


    Nenn doch mal die Quelle , wo drin steht, dass das Elroq BMS drölfzig Stunden mit 100% SOC für irgendwas braucht.


    Du hast recht, nach einer Elroq-spezifischen Quelle zu fragen.

    Die gibt es nicht, auch nicht bei VW oder Audi.

    Aber die Physik dahinter ist eindeutig, und genau die beschreiben meine links.

    Der Balancing-Strom ist extrem klein.

    Das BMS kann immer nur sehr langsam Energie ausgleichen.

    Deshalb dauert das Stunden, oft über Nacht.

    Fährst du sofort los, wird der Prozess abgebrochen.

    Hier die Quellen: ( ob die wohl seriös sind :( )

    Voltage-Based State of Charge Correction at Charge-End
    A voltage-based method is proposed to correct battery pack state of charge (SOC) estimation at the charge-end. Two main characteristics make the charge-end…
    arxiv.org

    https://www.rotronicsbms.com/battery-tips/what-is-passive-top-balancing-and-how-does-it-work?utm_source=chatgpt.com

    https://www.elektroautomobil.c…e/?utm_source=chatgpt.com ( hier zu habe ich mich schon geäußert )

    Li-Ion BMS - White Paper - The 3 charging stages

    Elithion Lithiumate manual - Lite BMS master description

    Cell Balancing Whitepaper - Nuvation Energy
    How Nuvation Energy's Battery Management Systems Perform Cell Balancing This whitepaper describes how Nuvation Energy’s battery management systems perform cell…
    nuvationenergy.com


    Ich hoffe ich konnte dir so weiterhelfen, deinen Akku möglichst lange auf einem vernünftigen Level zu halten.

    Gut erkannt. Wie stelle ich das DCC ohne die Modi schnell auf weich?

    Mir war nicht bewusst das, das Fahrwerk des Elroq über die Fahr Modi verstellt wir. Ich hatte bisher immer Fahrzeuge mit Luftfahrwerk wo nur der Fahr Modi Sport das Fahrwerk straff Richtung Boden abgesenkt hat und im Gelände Modus das Fahrwerk angehoben hat. davon unabhängig konnte ich hier das Fahrwerk auch ohne einen Modi zu wählen verstellen konnte.

    Tja das sollte man auf jedenfall machen wenn man, im Sommer Tagsüber zu 100% lädt. In der restlichen Zeit werde ich wie geschrieben verfahren, weil mir die Balance wichtig ist. Da hätte Skoda halt mehr schreiben sollen und erklären. Es geht bei denen eher darum sich selber zu schützen als dir zu nützen. Ist bei jedem Geschäft so ;)

    um die weichste Fahrwerkeinstellung zu nutzen

    Ich sehe den Sinn dieser Fahrmodi ehrlich gesagt nicht – zumindest dann nicht, wenn sie nichts am Fahrwerk ändern.

    Beim Elroq (wie bei vielen anderen) sind Fahrmodi reine Software-Einstellungen: ( verkauft sich gut )

    Eco = Leistung gedrosselt, trägere Gaspedalkennlinie, mehr Reku.

    Normal/Sport = volle Leistung, direkter und direkter.

    Mechanisch passiert exakt gar nichts.

    Wozu das gut sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Wer halbwegs sauber fährt und kein Klumpfuß hat oder Grobmotoriker ist, bekommt Verbrauch, Leistung und Komfort auch ohne Fahrmodi problemlos hin. Dafür brauche ich keinen „Eco-Zwang“, der mir künstlich das Auto kastriert.

    Leistungsreduktion, Untersetzungen oder Sperren kenne ich aus Bereichen, wo sie funktional notwendig sind (Offroad, Nutzfahrzeuge, Traktion). Das hier ist etwas völlig anderes.

    Ein adaptives Fahrwerk ist dagegen ein komplett anderes Thema.

    Da ändert sich real etwas: Dämpfung, Komfort, Kontrolle, Anpassung an Untergrund und persönliches Wohlbefinden. Das ist sinnvoll, spürbar und nachvollziehbar.