Aktuell ist es zumindest in Deutschland noch so, dass die Steuerfreiheit von BEV vs. der Hubraum/Leistung- und Abgasklassen- Besteuerung von Verbrenner absichtlich eine Lenkwirkung zugunsten umweltfreundlicher Mobilität gewollt ist. Wenn man dieses Ziel also unterstützt, ist diese Ungleichbehandlung durchaus sinnvoll und kann noch einige Jahre weitergehen (Weniger Verbrenner, müssten dann höhere Abgaben bezahlen (Sei es durch KFZ Steuer, CO preis, Mineralölsteuer etc. damit das Aufkommen insgesamt mindestens gleich bleibt.
Klar ist aber auch, für immer funktioniert das nicht. in einer Welt in der irgendwann einmal überwiegend BEV fahren muss die Infrastruktur trotzdem weiter finanziert werden. Das schwere Leistungs (früher Hubraum) Starke Verbrenner die Umwelt unnötig mehr belasten und daher höher besteuert werden, lässt sich aus den Umweltpolitischen Zielen ableiten. Dass wie in Österreich leistungsstarke BEV höher besteuert werden, lässt sich aus meiner Sicht weniger umweltsteuerungspolitisch begründen, schließlich ist es hier nicht so, dass der Verbrauch nur aufgrund der größeren Leistung extrem ansteigt, es kann sogar sein, dass diese effizienter sind. Warum werden BEV dann in Österreich entsprechend besteuert? ich denke aus rein aus politischen Gründen.
Wie könnte also eine Elektroautosteuer bei uns in Deutschland einmal aussehen:
1. Besteuerung durch Abgabe für Strom analog Mineralölsteuer
2. Generelle Kilometerabgabe, je nach Fahrleistung
3. Kfz Steuer anhand Kriterien wie Gewicht, Leistung, Verbrauch, etc.
1. Halte ich für unwahrscheinlich, zuviele produzieren selbst Strom (PV). Steuer nur für Fahrstrom zuhause schlecht umsetzbar. Abgaben nur an öffentlichen Säulen: Benachteiligt massiv "Ärmere" die zuhause nicht laden können. Strom generell teurer machen ist glaube ich auch nicht beliebt.
2. Hierzu müssten entweder die technischen Voraussetzungen EU weit vorgeschrieben werden, dann würden Neuwagen die Daten automatisch übermitteln, andere hätten ein technisches "Kästen" das Fahrdaten übermittelt. Sicherlich eine faire Lösung, aber technisch aufwendig und teuer und sicherlich politisch sehr unbeliebt. Man stelle sich vor die Partei XYZ möchte dass sich alle ein Gerät einbauen, mit dem der Staat sieht wer wann wohin fährt. Auch ja natürlich sieht der Staat nur die gefahren Kilometer, das ist wirklich so. Achso das Gerät kostet xxx Euro plus Einbau. Klar alle Neuwagen ab 2025 haben das schon. Oder man verlässt sich darauf, dass die Leute ehrlich ihre Kilometer melden (Wird dann bei der HU überprüft?). da wäre viel Betrugspotential - (Autos wechseln kurz vor der HU den Besitzer etc.)
Bleibt also wieder 3. ggf. dann mal mit einer Maut. Und ich glaube das ist auch das wahrscheinlichste, irgendwann gibt es auch Steuern auf BEV anfangs wenig dann jedes Jahr mehr.