Beiträge von EV67

    Nur dass die Fahrzeuge die in die USA verkauft werden andere Akkus haben (SK Innovation), in EU LG oder CATL. Von daher stimmt deine Aussage genauso wenig, wie von Anderen die schon befürchten, dass der Rückruf in den USA Auswirkungen hier haben müsse.
    "Zertifiziert" heißt nicht, dass die einzelne Akkus durchgemessen werden. D.h. nur dass Qualitätsstandards gelten - es gibt nix schriftliches wo drin steht, das jeder neu verkaufte Akku genau 77kwh hat. Nicht mal intern. Aber richtig ist - im Schnitt - haben die Akkus mehr - zumindest Stand heute.


    Deine Aussage zwischen LG und CATL stimmt genau umgekehrt: Deswegen hat der LG-Akkus auch einen höheren Lade-Peak und die CATL laden dann nahe 100% deutlich langsamer.

    Verstehe ich nicht ganz was bei meiner Aussage zu CATL und LG falsch sein soll

    - LG hat hohen Nickelanteil (erste Zahl hinter NMCxxx bei der Zellangabe), höhere spezifische Energie, höhere Ladeleistung bei niedrigem SOC (was ich gelegentlich nutze), geringere Ladeleistung bei hohem SoC, halt empfindlicher zu regeln
    - CATL "konservativeren" Nickelanteil, thermisch stabiler, robuster, einfacher zu regeln, kleinerer Ladepeak aber Richtung 100% SoC mit mehr Ladeleistung, geringere spezifische Energie

    Es ist richtig dass in den USA nur SK eingesetzt wird. Mir ging es um den Mindset in der Entwicklung und der Fertigung. Seit dem Dieseldesaster wird eigentlich peinlich darauf geachtet, dass die Werte aus der Typprüfung eingehalten werden. Das gilt auch für die BMS Software, falls man die an "schlechte Akkus" anpassen wollte. Der VW Konzern ist da fast paranoid.


    Natürlich kann es einzelnes Fehlverhalten geben und es kann sein, dass man damit nicht auffällt. Man muss aber damit rechnen, dass die Marktüberwachung auch in Deutschland bzw. anderen EU Ländern rausfindet, wenn die Toleranzen aus der Typgenehmigung gravierend verletzt werden.
    Wer jetzt sagt, das kommt nicht vor. Ich habe einmal selbst ein Neufahrzeug nicht bzw. verspätet bekommen, weil es von der Behörde nach dem Bandlauf für eine Prüfung einkassiert wurde.
    Insgesamt ist die EU jedoch am wenigsten streng überwacht.


    Fazit: Bin mir sicher, dass da "bewusst" keine Akkus rausgehen, die im Neuzustand weniger als 77 kWh (innerhalb genehmigter Toleranzgrenzen bei Normbedingungen) haben. Kann man natürlich naiv nennen.

    China überwacht auch streng, aber das ist ein anderes Thema.

    Es ist noch viel komplizierter:

    .......

    Noch ein paar Anmerkungen.

    - Die 77 kWh sind zertifiziert und werden definitiv beim Neufahrzeug unter Normbedingungen eingehalten. Der MEB wird auch in den USA verkauft. Dieses Risiko geht niemand mehr auch nur im Ansatz ein dort vor Gericht zu landen.
    (Die Autos haben ja alle möglichen Sticker den die CARB fordert, auch mit den 77 kWh)

    - Die Bruttokapazität ist beim Neuakku "üppig" höher. Da ist man bei Chargen-/Lieferantenwechseln auf der sicheren Seite.

    - LG soll etwas mehr Brutto haben (NMC Zellen mit höherem Nickelanteil), CATL ist etwas geringer dafür aber robuster. Mindesten 77 kWh haben sie aber beide. Mir wäre inzwischen der CATL sogar etwas lieber auch wenn ich die hohe Ladeleistung gelegentlich nutze.

    - Viele Daten vom BMS sind auslesbar, je nach Lizenz mehr oder weniger gut. Die Werte sind zuverlässig, soweit man die Grenzen von Applikation und Modellbildung im Hinterkopf hat.

    - Der Wert SoC im Auto ist ein geglätteter aber für den Alltag brauchbar.

    - Ein relativ neues Fahrzeug mit 100% Cockpit SoC rekuperiert auch noch unter Flachlandbedingungen. Einschränkungen gibt es bei langen Abfahrten, niedrigen Temperaturen und bei der Rekuleistung.

    - VW/Skoda kann die Batterie-Grenzen vermutlich aufmachen (analog Tesla). Die Botschaften sind auf dem CAN bei Skoda vorhanden.

    - Solange die Nettokapazität von 77kWh unter Normbedingungen eingehalten wird, spricht Skoda offenbar von SoH 100%. Das erscheint mir korrekt. Deshalb haben Fahrzeuge auch lange einen SoH von 100% obwohl die Zeit / Ladezyklen bereits am Akku nagen.

    Das Auto berechnet die Restreichweite. Dieser Wert ist relativ genau, da das Fahrzeug den Batteriezustand und das Fahrverhalten im Betrieb berücksichtigt. Genauer bekommt man das (von Ausnahmen abgesehen) nicht hin.

    Die 77 kWh sind der zertifizierte Nettowert, der im Laufe der Zeit weniger wird. Der im Cockpit und in der App angezeigte SoC ist ein geglätteter Wert, der durchaus vom realen Wert insbesondere oben und unten abweicht. Das Fahrzeug selbst rechnet mit den realen Werten.

    Härtetests in Alaska: E-Autos schlagen sich bei extremer Kälte besser als Diesel | heise online


    https://www.heise.de/news/Haer…l-11149227.html?seite=all

    Ich bin ja pro E-Auto, aber diese Darstellungen sind schon sehr speziell.
    " Einen deutlichen Unterschied machte hier aber, ob das E-Auto draußen in der Kälte oder etwa in einer Garage geparkt war. Letzteres brachte die E-Autos wieder in Front, weil dadurch das energieintensive Aufwärmen von Batterie und Innenraum entfällt..." Wer hätte das gedacht, dass eine Garage Vorteile bringt.

    Ich empfinde das Matrix Licht als gut aber nicht positiv überraschend. Mitfahrer nehmen es als normal wahr.
    Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, da Skoda beim Licht nicht durchgängig abliefert. Im Lichttest 2025 wurde der aktuelle Karoq mit Matrixlicht recht schlecht bewertet (Letzter im Test sogar hinter Fahrzeugen ohne Matrix). So schlecht haben wir es vermutlich nicht getroffen.

    Spekulation, bitte nachher nicht über mich herfallen.
    Das ist die lange erwartete Nachfolgelösung für eCall via LTE nach Abschaltung der alten Mobilfunkstandards. Dazu passt auch, dass es für 10 Jahre kostenlos ist. Auch das wurde ja erwartet. Wegen der Änderungen muss man es wohl offiziell "bestellen".

    Spannender Test. Tesla macht es mit der Aerodynamik, während der APP550 (VW, Skoda 85) als effizienter gilt. Was mir fehlt, ist, wie die Rekuperation getestet wurde. Hier in der CH ist es je nach Region entscheidend.


    Hier ein Vergleich Tesla Y vs. Enyaq 85 Coupé mit Bergfahrten:

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    Ich kenne die Motoren (eigentlich Achsen) relativ gut. Alle haben Vor- und Nachteile. Die APP550 ist gut aber AUDI/Porsche haben sich bewusst für eine eigene Entwicklung entschieden, auf die sie bezüglich Effizienz recht stolz sind. Diese Achse ist im AUDI drin und der A6 konnte sich nicht absetzen. Die Tesla Achse wurde natürlich bei den deutschen OEM im Benchmarking immer mit betrachtet. Ich hatte dort durchaus Respekt von den Ingenieuren wahrgenommen.
    'Fazit: Alle 3 Achsen sind gut.


    Zum Thema Reku: Das hängt auch stark von dem Akku und der Prüfdurchführung ab. Jim Panse hat ja auch schon berichtet, dass der LG im Elroq bei Kälte schlecht lädt bzw. gegenüber dem alten Enyaq nachteiliger wirkt. Ich hatte den Eindruck bei meinem Elroq mit LG auch schon aber keine objektiven Messwerte. Kann aber durchaus sein, dass der Tesla hier schlechter ist.

    Entscheidend ist der Verbrauch an der Wallbox

    Kommt natürlich auf das Fahrprofil an. In dem Test wurden die geladenen Energiemengen für alle Fahrzeuge einheitlich an HPC (DC) gemessen. Ich selbst habe so ca. 60% Wallbox und 40% DC. Auf der Fernstrecke um die es hier ging dominiert eigentlich HPC. Für Pendler oder als Zweitwagen neben dem Diesel sieht das natürlich völlig anders aus.