Betreff: Letzte Fristsetzung zur Mängelbeseitigung bzw. Minderung der Leasingrate – Skoda Elroq 85 (FIN: **********)
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit nehme ich Bezug auf das seit dem 05.03.2025 durch mich erworbene Leasingfahrzeug. Trotz mehrfacher schriftlicher Mängelanzeigen, insgesamt drei ergebnisloser Werkstattaufenthalte und detaillierter Fehlerprotokolle meinerseits wurde bis heute keine dauerhafte Abhilfe geschaffen. Die bisherige Kommunikation mit Ihrem Haus gestaltete sich als äußerst schleppend, Fristen wurden wiederholt ignoriert und Rückmeldungen blieben in der Sache substanzlos. Da die gravierenden Mängel – insbesondere die unzuverlässige Verriegelung (Kessy), der wiederholte Ausfall der Assistenzsysteme sowie die Fehlfunktionen der Kameras und der Heckklappe – die Nutzung des Fahrzeugs im Alltag massiv einschränken, fordere ich Sie hiermit letztmalig auf, die Mängel binnen 14 Tagen vollständig zu beheben. Sollte eine Instandsetzung innerhalb dieser Frist erneut scheitern oder von Ihnen nicht angestrebt werden, fordere ich alternativ eine Minderung der monatlichen Leasingrate um 7 % rückwirkend sowie für die restliche Laufzeit von vier Jahren. Bei fruchtlosem Verstreichen dieser Frist werde ich die Angelegenheit ohne weitere Ankündigung an einen Rechtsanwalt übergeben.
Detaillierte Historie und Mängelübersicht:
Am 05.03.2025 leaste ich bei Ihnen das Fahrzeug Skoda Elroq 85 mit der FIN *********. Das Fahrzeug weist seit der Übernahme dauerhaft verschiedene Mängel auf. Der Schwerpunkt liegt auf der Kessy-Walk-Away-Funktion und der allgemeinen Verriegelung des Fahrzeugs. Bisherige Werkstattbesuche (3) waren hinsichtlich einer Problembehebung erfolglos. Die Kommunikation mit dem Autohaus Name gestaltet sich schleppend, E-Mails und Fristsetzungen wurden wiederholt ignoriert. Jüngste E-Mails von Ihnen waren weitgehend substanzlos. Für mich war keine sinnvolle Bemühung erkennbar, die beschriebenen Probleme tatsächlich zu beheben oder eine Minderung der Leasingrate anzustreben. Auf referenzierte Onlineinhalte (Foren, Blogs), die eindeutig auf ein Serienproblem hindeuten, wurde gar nicht erst eingegangen.
Folgendes zeigte ich erstmals am 12.06.2025 per E-Mail (an Name + Name ) an:
- Wiederholter Totalausfall der vorderen Assistenzsysteme (Stand heute weiterhin ein sporadisch auftretendes Problem trotz freier Sicht und freier Sensoren, temperaturunabhängig und auch bei vorgeheiztem Fahrzeug). Mir wurde hierzu ein Dokument ausgehändigt, welches dieses Verhalten als „Serienstandard“ beschreibt. Weder geht aus dem Dokument hervor, ob dieses speziell für mein Fahrzeug ist, noch wurde ich beim Kauf auf irgendwelche Einschränkungen hingewiesen.
- Absolut unzuverlässiges Kessy-System, die Chance auf Verriegelung beträgt ca. 56 Prozent. Gleichfalls ist ein manuelles Verriegeln, wenn Kessy fehlschlägt, erst nach mehrmaligem Tastendruck auf die Funkfernbedienung möglich. Skoda bewirbt das System kompromisslos. Im Autohaus kennt man Einschränkungen des Systems in unterschiedlicher Ausprägung, dies wurde beim Kauf nicht thematisiert.
- Zierleisten der hinteren Türen lösen sich immer wieder, besonders bei wärmeren Temperaturen.
Im Verlauf der letzten Monate sind außerdem folgende Probleme hinzugekommen:
- Wiederholter Ausfall der Umgebungsansicht, keine der Kameras funktioniert, auch nicht nach einem Neustart des Fahrzeugs, wenn der Fehler auftritt.
- Wiederholt unzuverlässige Funktion des Fernlichtassistenten, blendet bei Gegenverkehr nicht ab, selbst wenn dieser in unmittelbarer Nähe ist.
- Selbstständiges Öffnen der Kofferraumklappe beim Vorbeigehen, Schließen der Klappe beim Verladen bzw. wenn man unter dem Kofferraumdeckel steht, unzuverlässige „Easy Open“-Funktion (funktioniert bei 10 Versuchen ca. 2–3x).
- Selbstständiges Verriegeln des Fahrzeugs, während man zum Türgriff greift: Gang zum Fahrzeug, öffnet per Kessy, beim Griff zur Tür (egal welcher) verriegelt das Fahrzeug wieder. Auch beim Aussteigen und Gang um das Fahrzeug herum + Griff zur Tür (um z. B. mein Kind aus dem Auto zu holen) verriegelt das Fahrzeug.
Ich habe Sie mehrfach auf die Mängel hingewiesen. Es fanden 3 Werkstattermine statt, zudem gab es Nachweise in Form von Protokollen, E-Mails und Videos.
Reihenfolge der Ereignisse (konkrete Inhalte/Details sind den jeweiligen E-Mails zu entnehmen):
12.06.2025 Anzeige erster Probleme per E-Mail. Die gesetzte Frist zum 17.06.2025 wurde ignoriert, die E-Mail blieb unbeantwortet. Erst auf telefonische Nachfrage wurde mit mir der 1. Werkstattermin vereinbart (Name). Zu diesem Termin konnte keines der genannten Probleme behoben werden. Die Mittelarmlehne meines Fahrzeugs wurde von Mitarbeitern Ihrer Werkstatt mit Kugelschreiber bemalt (Anzeige bei Name + Bildnachweis per E-Mail am 20. und 21.06.2025 > ohne Reaktion).
29.08.2025 Eine weitere E-Mail mit dem Hinweis, dass die am 12.06.2025 angezeigten Probleme, primär Kessy und Assistenzsysteme, unverändert fortbestehen. Zudem zeigte ich sporadische Ausfälle der SOS-Notruffunktion an. Die gesetzte Frist zum 15.09.2025 wurde ignoriert, die E-Mail blieb unbeantwortet. Erst auf telefonische Nachfrage meinerseits bei Name wurde mir mitgeteilt, man wolle sich mit dem zuständigen Verkaufsleiter in Verbindung setzen.
16.09.2025 Eine weitere E-Mail von mir mit Aufforderung zur Behebung der genannten Mängel. Kontaktaufnahme durch Name am 17.09.2025, 2. Werkstatttermin zur Mängelbeseitigung für den 30.09.2025 vereinbart (beide Schlüssel neu anlernen etc.).
02.10.2025 Fahrzeug abgeholt, Probleme bestehen unverändert fort. Zum Ausfall der Assistenzsysteme wurde mir ein – Zitat: „internes und angepasstes Dokument“ auf einem A4-Blatt ausgehändigt, welches die Ausfälle als „Serienstandard“ beschreibt, ohne den konkreten Fahrzeugtyp zu benennen. Die im Dokument beschriebenen Ausfallbedingungen waren für meine Situation zum Teil gar nicht zutreffend.
28.10.2025 Eine weitere E-Mail an das Autohaus Name. Übergabe eines detaillierten Protokolls zur Kessy- bzw. allgemeinen Situation der Verriegelung des Fahrzeugs in Form einer Excel-Tabelle. Diese stellt Umgebungsbedingung, Ort und Art sowie Platzierung des Schlüssels und das Verhalten von Kessy dar. 56 Prozent der Schließvorgänge schlugen fehl.
13.12.2025 Zum 3. Werkstattermin wurde mir am 13.12.2025 ein Fahrzeug mit Sommerreifen übergeben, dies stellte ich erst nach der Heimfahrt fest (ca. 50 km). Am 15.12.2025 zeigte ich an, dass ich nicht bereit bin, das Fahrzeug bei Minusgraden und regionaler Reifglätte mit Sommerreifen zu lenken, und begründete das mit Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Haftung. Den Termin musste ich aus diesem Grund abbrechen. Die Antwort, die Bereifung sei angemessen, ohne die regionalen Umgebungsbedingungen zu kennen, in denen ich das Fahrzeug lenke, empfand ich als anmaßend. Das Fahrzeug habe ich am 15.12.2025 nachmittags bei günstigen Witterungsbedingungen zurückgebracht und mein Fahrzeug, an dem keine Reparatur/Analyse stattgefunden hat, wieder mitgenommen.
Es folgten weitere E-Mails am 17.12.2025, 08.01.2026, 14.01.2026 und 20.02.2026 an Name, die eine Problemlösung nicht greifbarer machen. Meine E-Mail vom 20.02.2026 enthielt unter anderem einen Terminvorschlag für den 28.02.2026 (mit Bitte um alternative Vorschläge, falls unpassend), diese blieb erneut unbeantwortet.
Mit freundlichen Grüßen,
Name