Bei der Berechnung im Spritmonitor ist mir ein systemischer Fehler aufgefallen. In der Regel ist er vernachlässigbar, kann aber in einzelnen Fällen zu kurzfristig verwirrenden Ausschlägen im Verbrauch führen.
Das Problem liegt darin, dass Spritmonitor die Ladeverluste nicht kennt. Solange der Batteriestand zwischen den einzelnen Ladungen gleich bleibt (z.B. 80%), ist die Berechnung korrekt. Ändert sich der Stand (z.B. von 80% rauf auf 90% oder runter auf 60%), muss das Delta vom Verbrauch abgezogen resp. dazu geschlagen werden. Bei kleineren Abweichungen bleibt der Fehler unbedeutend.
In einem Fall hatte aber ich eine Zwischenladung auf 30% und nach 50km auf 80% geladen. Dafür wurden 52 kWh benötigt. Der Akku wurde mit zusätzlichen 38.5 kWh geladen. Für die Verbrauchsberechnung zieht Spritmonitor diese von den geladenen 52 ab und kommt auf einen Verbrauch von 27 kWh / 100km. Geht man von einem Ladeverlust von 10% aus, wurden aber gut 42 kWh für diese 38.5 kWh benötigt. Und plötzlich sinkt der Verbrauch auf ca. 19.5 kWh / 100km.
Da nur immer das Delta des ersten und letzten Eintrags einer Messreihe berücksichtigt werden muss, gleichen sich diese Schwankungen wieder aus. Es ist deshalb eher eine akademische Betrachtung.