Beiträge von Phil

    Siehe da, es ist wieder mal ein Beispiel für einen „gut aufbereiteten und recherchierten“ Artikel. Die wesentlichen Teile habe ich in einer Tabelle zusammengefasst, fehlende Rangplätze sind durch fehlende Daten erklärbar.

    Im Artikel sind aber nirgends einheitliche Testbedingungen aufgeführt. Bei Tesla Y: Temperatur 18 Grad, mässige Geschwindigkeit. Elroq 85: -2 Grad., welches Tempo? Brutto- oder Nettowerte? Bei mässigem Tempo brauchen wir im Winter bis 22 kWh / 100 km.

    Für mich ist der Artikel ein reiner Seitenfüller.

    Man stelle sich mal beim Verbrenner 10% "Tankverluste" vor.... 8|

    Die Verheizen dafür > 70% des Benzins.


    Für die Herstellung von Benzin wird ein Wirkungsgrad von ca. 80% in DE angenommen. Beim Strom hängt der Wirkungsgrad stark von der Produktion ab (Kohle 38%, Erdgas 55%, Wasser, Wind und Solar 100%). Dazu kommen Transportverluste von 6% (Wiki "Well-to-Tank").


    Über alles betrachtet relativieren sich die 10% Ladeverluste. Trotzdem sollten sie in Zukunft minimiert werden.

    Bei der Berechnung im Spritmonitor ist mir ein systemischer Fehler aufgefallen. In der Regel ist er vernachlässigbar, kann aber in einzelnen Fällen zu kurzfristig verwirrenden Ausschlägen im Verbrauch führen.


    Das Problem liegt darin, dass Spritmonitor die Ladeverluste nicht kennt. Solange der Batteriestand zwischen den einzelnen Ladungen gleich bleibt (z.B. 80%), ist die Berechnung korrekt. Ändert sich der Stand (z.B. von 80% rauf auf 90% oder runter auf 60%), muss das Delta vom Verbrauch abgezogen resp. dazu geschlagen werden. Bei kleineren Abweichungen bleibt der Fehler unbedeutend.


    In einem Fall hatte aber ich eine Zwischenladung auf 30% und nach 50km auf 80% geladen. Dafür wurden 52 kWh benötigt. Der Akku wurde mit zusätzlichen 38.5 kWh geladen. Für die Verbrauchsberechnung zieht Spritmonitor diese von den geladenen 52 ab und kommt auf einen Verbrauch von 27 kWh / 100km. Geht man von einem Ladeverlust von 10% aus, wurden aber gut 42 kWh für diese 38.5 kWh benötigt. Und plötzlich sinkt der Verbrauch auf ca. 19.5 kWh / 100km.


    Da nur immer das Delta des ersten und letzten Eintrags einer Messreihe berücksichtigt werden muss, gleichen sich diese Schwankungen wieder aus. Es ist deshalb eher eine akademische Betrachtung.

    Kurz vor Jahresende ein Resumée über unseren Halbjahresverbrauch. Nach knapp 4'700km liegt der Bruttoverbrauch bei 19.53 kWh / 100km (https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/1646249.html). Netto liegt er gemäss unserer "Elli" bei 17.6. In der Tiefgarage haben wir leider (noch) keine Wallbox und laden deshalb fast ausschliesslich DC, meist um 50-65 kWh. Die Ladeverluste betragen um die 10%.


    Von Juli bis Anfang Oktober waren wir mit 20" Sommerreifen unterwegs, haben aber kaum längere Fahrten (>70 km) unternommen. Für die 1'400 km benötigten wir im Schnitt 17.47 kWh / 100km. Mit den 19" Winterreifen begannen die ersten längeren Fahrten (>250 km) in die Berge. Hier liegt der Schnitt aktuell bei 20.43 kWh / 100km. Während der Verbrauch im Oktober noch zwischen 18 und 20 lag, stieg er kontinuierlich auf ca. 22-23. Im Herbst waren wir mit einem Veloträger unterwegs, für den Winterurlaub haben wir die Skier im Kofferraum festgezurrt.


    Im Dezember bewegten sich die Temperaturen zwischen -7° und 7°. Ich denke, dass der Verbrauch mindestens bis Ende Februar nochmals ansteigen wird. Wenn die Aussage von Matthias Speicher stimmt, dass der Winterverbrauch ca. 30% höher liegt, dürfte er über 22 kWh / 100km steigen.


    Zu unserem Ferienort führt eine 4km lange steile Strasse (10-12% Steigung), die wir manchmal zweimal täglich runter und hoch fuhren. Auf Kurzstrecken stieg hier der Verbrauch bis auf 30. Ich vermute, dass die Rekuperation beim Runterfahren bedingt durch die Steilheit und niedrige Temperatur eingeschränkt ist und dadurch den Schnitt nach oben drückt.


    Da wir bislang nur auf CH- und A-Autobahnen unterwegs sind, bleiben wir von energiefressenden "Geschwindigkeitsexzessen" bewahrt. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Auch bei grösserer Kälte dürften wir unsere Skidestinationen mit einer Ladung (80-90%) erreichen.

    Es gibt für mich nur ein Szenario, nur mit der Lenkradheizung und Sitzheizung zu fahren: nämlich dann, wenn ich mit 2 % SoC noch 30 km bis zur nächsten Ladestation fahren muss (nur als Beispiel). :)

    Wir sparen jetzt auch nicht an der Heizung. Trotzdem find ich Lenkrad- und Sitzheizung angenehm, vor allem wenn man draussen war. Selber stelle ich sie nur kurze Zeit ein, da es mir zu warm wird. Sie wärmen aber schön nach.

    Wenn nicht die Gefahr besteht, dass du im Schnee und/oder auf der Autobahn stundenlang hängenbleibst, kannst du gut auf 5-7% runter. Ist aber auch gut zu wissen, wo es in der Nähe eine Ladealternative gibt.

    mal ne Frage: Wie ist die Schnellladegeschwindigkeit (SLG) bei euch so? Hintergrund ist, Mathias von SE hatte bei -2 Grad ca. 9 KW SLG, was ja unter den 11 KW AC wären. Bei mir waren es bei -2,5 Grad und ca. 62% noch 27 KW ( ELROQ 85 mit CATL Akku).


    Was für Werte habt Ihr und welchen Akku habt Ihr (CATL oder LG)

    Mit dem CATL 135 habe ich bei -7 Grad von 30-90% geladen. Davor 10 Minuten vorgewärmt. Die Ladung verlief bis 80% bis maximal 60 kW, meist um 50kW. Über 85% die üblichen 30kW.

    In der Schweiz gab es immer nur den 60-er aber mit der Basisausstattung des 50-ers (Stahlfelgen, Interieur, …). Und auch nicht als Advanced oder Maxx. Bin gespannt, ob diese Politik für alle 60-er übernommen wird.

    Genaugenommen gibt es sogar drei Varianten:


    - manuelle Bedienung des Fern-/Abblendlichtes

    - Fernlichtassistent, der nur das Fernlicht auf-, bzw. abblendet, wenn Gegenverkehr, oder vorausfahrende Fahrzeuge erkannt werden.

    - Matrix (blendfreies Fernlicht), das nur den jeweiligen Bereich des vorausfahrenden, bzw. entgegenkommenden Fahrzeugs ausblendet.

    Wenn ich es richtig interpretiere, verändert sich dabei nur die Grundeinstellung. Gemäss Handbuch "Fahrlicht -> Light Assist" und "Fahrlicht -> Dynamic Light Assist". Bei unserem Elroq mit Matrix findet sich im Menü aber nur "Fahrlicht -> Dynamic Light Assist". Das deutet auf Thomas Vermutung hin, dass sich die Funktion der jeweiligen Ausstattung anpasst und nicht gleichzeitig beide Varianten zur Verfügung stehen.

    Gibt es den Fernlichtassistenten auch wenn man Matrixlicht hat? Ich denke dann schaltet er nur zwischen Abblendlicht und matrixgeregeltem Fernlicht um.

    Oder war die Aufzählung auf alle Ausstattungsvarianten bezogen.