RS noch nicht da, Verbrauchsanalyse schon fertig -> wie schauen eure Zahlen aus?

  • Da hast du natürlich recht! Für eine einzelne Wetterbedingung wäre eine Probefahrt auf meiner exakten Strecke ideal und absolut real. Aber wie du selbst sagst müssen dafür alle Gegebenheiten passen und das ist eben schwer zu kontrollieren.


    Genau das hat mich an dieser Analyse so gereizt: die Möglichkeit meine Strecke in einzelne Abschnitte aufzuteilen und jeden davon so realistisch wie möglich zu betrachten. Anfang, Mitte und Ende der Route jeweils separat zu sehen und zu verstehen was dort passiert finde ich persönlich schon ziemlich stark.

    Wenn du einerseits sagst, selbst eine Probefahrt mit einem RS wäre nicht exakt, weil zu viele Einflüsse das Ergebnis verfälschen können... Aber andererseits sagst, die Berechnung wäre so realistisch und exakt wie nur möglich... beißt sich das nicht?

    Wie exakt (im Vergleich zur Realität) kann eine theoretische Berechnung sein, die Einflüsse wie z.B. individuelles Fahrverhalten, Verkehrsbedingungen zu Stoßzeiten etc. nicht kennt, während eine Probefahrt doch genau darauf Rücksicht nehmen würde (du fährst ja, also dein Fahrverhalten greift; eventuell sogar zu genau deinen Stoßzeiten)? Der Mehrwert einer solchen Theorie zu einer erlebten Praxis bei einer Probefahrt mag mir nicht einfallen - kannst du mich erhellen, wenn du magst?

    Hallo, ich bin Noomi. Ich bin ein Elroq 85 in Timianogrün. Innen trage ich Loft, mit Advanced- und Winter-Päckchen, außen 20"-Stiefel Modell Vega mit Allwetterreifen und am Hinterteil wackle ich vor Freude manchmal mit einer AHK. Ich komme ohne Wärmepumpe daher und in meinem Herzen pocht die Software 5.4.

  • Wenn du einerseits sagst, selbst eine Probefahrt mit einem RS wäre nicht exakt, weil zu viele Einflüsse das Ergebnis verfälschen können... Aber andererseits sagst, die Berechnung wäre so realistisch und exakt wie nur möglich... beißt sich das nicht?

    Wie exakt (im Vergleich zur Realität) kann eine theoretische Berechnung sein, die Einflüsse wie z.B. individuelles Fahrverhalten, Verkehrsbedingungen zu Stoßzeiten etc. nicht kennt, während eine Probefahrt doch genau darauf Rücksicht nehmen würde (du fährst ja, also dein Fahrverhalten greift; eventuell sogar zu genau deinen Stoßzeiten)? Der Mehrwert einer solchen Theorie zu einer erlebten Praxis bei einer Probefahrt mag mir nicht einfallen - kannst du mich erhellen, wenn du magst?

    Danke für deine Rückmeldung!

    Ich glaub da hat sich ein Missverständnis eingeschlichen. Ich hab nämlich nie gesagt eine Probefahrt wäre nicht exakt, ganz im Gegenteil! Ich hab sogar selbst geschrieben dass eine Probefahrt auf meiner exakten Strecke ideal und absolut real wäre.


    Was ich damit sagen wollte ist einfach folgendes: Meine Analyse betrachtet gleichzeitig Frost, Kälte, mildes Wetter und Sommer. Und wie soll ich das realistisch in einer einzigen Probefahrt unterbringen? Ich kann nicht innerhalb einer Stunde sowohl bei minus 5 Grad als auch bei plus 20 Grad fahren, das ist schlicht unmöglich 😅


    Das ist der Mehrwert der theoretischen Analyse, nicht dass sie besser ist als eine Probefahrt, sondern dass sie alle Szenarien auf einmal abbilden kann, was in der Praxis schlicht nicht möglich ist. Probefahrt und Analyse ergänzen sich also eher als dass sie sich widersprechen.


    Ich hoffe das macht meinen Gedankengang etwas klarer und nochmals danke für die kritische Auseinandersetzung.

  • Zur KI
    Das kann man machen aber es hängt natürlich von der Herangehensweise ab. Ich habe mir ein Batteriemodell von Open AI für mein Fahrzeug und meine Fahrparameter just for fun erstellen lassen. Wenn man die richtigen Vorgaben macht (z.B. Verwende als Grundlage Studien vom SLAC Stanford Battery R.) und die Parametrierung, Formeln und die Quellen sich offenlegen lässt und plausibilisiert, dann ist KI ein mächtiges Werkzeug zur Modellerstellung. Was auch geht, ist die Analyse der gespeicherten Steuergerätedaten (vorher persönliche Daten und FIN natürlich löschen). Ich habe früher beruflich so etwas gemacht, kann das also gegenprüfen und bin ob der Genauigkeit der Einschätzungen durch die KI noch immer überrascht.


    Zum Verbrauch
    Mir ist nicht ersichtlich, ob Ladeverluste enthalten sind oder nicht. Falls die KI auf Foren, Influencer etc. zurückgreift, dann ist das vermutlich nur teilweise oder nicht drin. Ist die Quelle der ADAC Test (stets explizit mit Laden), seriöse Zeitschriften oder die Typprüfung dann ist es dabei.

    Zu den Ladeverlusten: Da hast du einen wirklich guten Punkt! Die Verbrauchswerte basieren zum Teil auf Angaben aus dem Forum und da ist natürlich die berechtigte Frage ob die User dabei Ladeverluste mitbetrachtet haben oder nicht. Das weiß ich ehrlich gesagt nicht mit Sicherheit. Die Analyse selbst zeigt den reinen Fahrverbrauch direkt aus der Batterie, das ist für den Streckenvergleich der relevante Wert. Aber du hast recht, eine saubere Betrachtung inklusive Ladeverluste wäre eine sehr interessante Ergänzung für eine nächste Optimierungsrunde!