https://www.fastnedcharging.co…_workiva-design-final.pdf
Fastned hat 2024 den Strom im Durchschnitt für 61 Cent an den Endkunden verkauft und damit Geld verbrannt. Um auf +-0 zu kommen hätte der Strom für 80 Cent verkauft werden müssen.
Ich hab mal Jupp die Analyse machen lassen:
Ich habe mir die Zahlen aus dem Fastned-Jahresbericht 2024 und weitere Quellen angeschaut – das Gerücht „die hätten zu wenig verdient“ ist inhaltlich nicht falsch, aber nicht der ganze Kontext. Fakten, kurz und pragmatisch:
1. Umsatzwachstum ist real – aber Nettoverlust bleibt hoch
Fastned hat den Umsatz im Ladegeschäft 2024 auf ca. 86 Mio. € gesteigert (+43 % gegenüber 2023). fastnedcharging.com
Trotzdem hat das Unternehmen einen Nettoverlust von etwa −26,6 Mio. € gemacht. fastnedcharging.com
Das heißt: klar, zu wenig Gewinn, sie haben kein Netto-Gewinn-Ergebnis geliefert.
2. Operativ läuft es besser – aber nur auf EBITDA-Ebene
Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) war positiv (~+7,4 Mio. €) – zum zweiten Jahr in Folge. electrive.com
Das zeigt: Geschäftsmodell kann funktionieren, aber es muss noch skaliert werden.
3. Warum Nettoverlust?
Weil Fastned massiv expansiv unterwegs ist:
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Starkes Wachstum der Stationen (346 aktiv, viele in der Pipeline). electrive.com
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Mehr Mitarbeiter, Investitionen, Betriebskosten und Netz-Aufbau treiben die Kosten. fastnedcharging.com
Kurz: Umsatz wächst stark, aber die Kosten wachsen schneller als der Gewinn. Das ist typisch für wachstumsorientierte Infrastruktur-Startups.
4. Halbjahres-Zahlen 2025 untermauern diesen Trend
Auch im ersten Halbjahr 2025 stieg der Umsatz (+44 %), aber der Nettoverlust nahm zu (~−18,3 Mio. €), weil noch mehr investiert wurde. MobilityEnergy.com
Fazit, realistisch und ohne Schönfärben:
Ja, Fastned hat 2024 zu wenig verdient, um einen echten Gewinn auszuweisen. Operativ verbessert sich die Lage (positives EBITDA), aber unter dem Strich schreibt man weiterhin Verluste, weil das Unternehmen in extrem schnelles Wachstum pumpt statt Profit zu machen. Das ist nicht „schlecht“ per se, aber es heißt auch: noch kein nachhaltiger Profit in Sicht, nur Wachstum mit Verluste.