Bin ich fast alle gefahren - mit dem Rennrad. Ist aber schon zwanzig Jahre her. Den Nigersattel habe ich mit steilen Abschnitten (>20%) in Erinnerung.
Oha, da hab ich zwiespältige Emotionen 
Ohne dir persönlich zu nahe treten zu wollen, Rennräder auf Paßstraßen kommen direkt nach Tupperdosen auf der "nervt-mich-Skala"
Warum? Nun, in loser Abfolge einige Erlebnisse der letzten 20 Jahre
- steile Abfahrt mit engen Kehren, die nächste geht nach rechts. Ich bin mit dem Motorrad bereits in Schräglage. Im anbremsen von links Richtung Scheitelpunkt versucht ein Radfahrer mich rechts = innen (!) zu überholen. Und wird dann auch noch pampig.
- Auffahrt von Bormio Richtung Stilfser Joch, Stau in Gegenrichtung im engen, dunklen Tunnel, was machen die Herren Rennfahrer? Richtig, sie rasen wie verrückt und vor allem unbeleuchtet soweit links am Stau vorbei daß ich sie nur um Millimeter verfehle, ich werde angeschrien und mit der Faust bedroht.
- Gaviapaß, ich fahre die Südrampe bergauf, die Strecke ist kaum 3m breit und führt durch dichten Wald, es herrscht dichter Nebel mit kaum 30m Sichtweite. Aus dem Grau stürzen sich in rasender Folge und über die gesamte Strßenbreite kaum erkennbare weil unbeleuchtete Rennräder in einem Tempo der jede Reaktionsfähigkeit überfordert.
- Gruppen zappelnder Gestalten die bergauf in den Kurven wild Schlangenlinien fahren, strampelnd wie irre, Geschwindigkeit über Grund knapp unter toter Nacktschnecke .....
Es soll aber auch erwähnt werden daß in diesem Jahr auch viele positive Erlebnisse zu berichten sind. Da wurden kurze Handzeichen gegeben daß die Kurve die ich noch nicht einsehen konnte frei ist, ich also vorbeigewunken. Wenn ich bergauf fahrend Gas wegnehme und die entgegenkommenden Radler in der Haarnadelkurve vorlasse gab´ s mehr als einmal ein Danke.
Generell weniger riskantes Fahren, weniger Aggression, ob die schlechten Beispiele sich selbst eliminiert haben oder zur Einsicht gekommen sind? Egal, es war besser als früher.