Erfahrungswerte - welche Akkugröße soll es sein

  • Hallo zusammen,


    ich bin absoluter Anfänger im Bereich der Elektrofahrzeuge und noch vor dem Kauf eines Fahrzeugs. Ich habe natürlich vieles zur Akkukapazitäten, Verbrauch, Reichweite und Ladezeiten gelesen.

    Mich würde aus eurer Erfahrung interessieren, wie ihr euch beim nächsten Fahrzeugkauf entscheiden würdet.


    Wie lief es bei euch im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit oder dann auch auf der langen Fahrt in den Urlaub?

    Hättet ihr euch da schon mal mehr Reichweite gewünscht, oder wart ihr mit der Wahl zufrieden?

    Lohnt es sich die grob gerechnet 4000 € Listenpreis-Unterschied (bei meiner Wunschkonfiguration, mal ganz abgesehen davon dass der 60 gerade nicht bestellbar ist) von Elroq 60 zu 85 mehr auszugeben?


    Mein Fahrprofil ist so typischerweise 8-20 km Pendeln zur Arbeit, der Kinderausflug am Wochenende und Jahresurlaub in den Alpen/Meer. Eine Lademöglichkeit schaffe ich mir dann zuhause.


    Klar, ich muss da auch meine Gedankenwelt ändern und 800km am Stück wie beim Verbrenner gibt's mit E-Auto nicht.

    Daher verzeiht mir als noch Außenstehenden die vielleicht doof wirkenden Fragen.


    Ich bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte.

    Viele Grüße

    Marc

  • also ich würde immer die größte verfügbare Akkugröße beim Auto meiner Wahl ordern, obwohl ich sie wie jetzt auch nicht brauche.

    - First Edition

    - Timiano

    - E.Z. 08/25

    - Ganzjahresreifen, Conti Allseason Contact2 auf 21

    - Softwarestand 5,4

  • Moin,

    ich würde sagen nach deinem Fahrprofil reicht der Elroq 60, wir haben zur Zeit noch den VW ID.3 (Elroq 60 ist bestellt) mit dem 58kWh Akku. Den fahren wir seit fünfeinhalb Jahren. Viele Nahverkehr, mal ein paar längere Fahrten (150-200 km) aber auch von ganz oben in Norddeutschland nach Österreich oder Bayern. Und bis jetzt haben wir den größeren Akku nie vermisst.

    Klar ist das schön wenn man eine größere Reichweite hat und man spart sich auf Langstrecke vielleicht ein oder zwei Ladestopps, doch man sollte sich fragen, ob es für ein paar längere Strecken im Jahr notwendig ist, mehr Geld auszugeben und ständig den größeren, schwereren Akku durch die Gegend zu fahren.

    Aber auch da wird es viele verschiedene Ansichten geben, für unsere Nutzung haben wir den größeren Akku noch nicht vermisst.

    Gruß aus dem hohen Norden, FarNorth-NF

    Zur Zeit noch VW ID.3 First Edition EZ 10/2020, als Nachfolger Skoda Elroq 60 bestellt im November 2025.

    Velvet-Rot Metallic, Smart Paket, AHK, Transport Paket, 19“ Regulus Felgen, 3 Jahre Garantie Verlängerung mit 100.000km

    Einmal editiert, zuletzt von FarNorth-NF ()

  • Moin,


    Du musst bitte mal noch definieren: Kinderausflug am Wochenende. ;) Welche Strecken sind das?

    Meine Meinung/Erfahrung aus über 6 Jahren Elektro: Der Akku sollte so groß sein, dass man den überwiegenden Teil der Fahrten ohne Ladung unterwegs abdecken kann.

    Weil, wenn man den Akku so groß wie möglich wählt; für das Geld, was der mehr kostet, kann man gewaltig oft unterwegs laden. 8)

    Und eine Ladung mehr auf der Urlaubstour ist kein Beinbruch....


    Grüße

    Torsten

    Elroq 50 in energy-Blau mit den Paketen Loft, Smart und Winter

  • Sehe das wie meine Vorredner. Der Akku sollte groß genug sein, dass man seine alltäglichen Strecken bequem schaffen kann. Z.B. fahre ich öfters im Jahr die Strecke Stuttgart Frankfurt, das schaffe ich mit meinem heutigen Cupra Born 60 kwh locker. Früher mit einem eUp war diese Strecke mind. ein Ladestopp nötig, wenn man nicht hinterm LKW fahren möchte - das war schon lästig. Noch größerer Akku würde aber nix bringen - weil z.B. Stuttgart Köln (was ich auch so ein zweimal im Jahr fahre) nonstop fahren zu können wird schon wieder anstrengend - da nimmt man einen Ladestopp dagegen schon gerne als wilkommene Pause wahr - zumindest ab einem gewissen mittleren Alter. Wegen den vielleicht 12 Strecken im Jahr jeweils einen Ladestopp einzusparen muss man die 5.000 Euro Aufpreis schon "übrig" haben. Wenn man sich unsicher ist, empfehle ich wirklich mal ausprobieren - ich bin z.B. vor meinem ersten E-Auto wirklich verschiedene Autos von Nextmove extra auf Langstrecke gefahren - um zu sehen ob das was für mich ist. Es ist nicht jedermanns Sache den Akku regelmäßig auf unter 10% leer zu fahren - wenn dann schon das Lenkrad zittert und es der Geldbeutel es her gibt, kann man sich natürlich auch deswegen mehr Akku leisten, wenn man dadurch entspannter fährt.


    Auch wenn ich jetzt Wochenendpendler wäre und jede Woche zweimal damit eine Strecke ohne Ladestopp fahren könnte, auch ohne vorher vielleicht jedesmal die Ladung auf 100% eingeplant zu haben, dann kann es Sinn machen. Genauso wenn man natürlich jeden Tag 2x60km Arbeitsweg hat und nicht zuhause oder auf Arbeit sicher laden kann, weil man so doch mehr Tage überbrücken kann.


    Für 90% aller Nutzer dürfte der 60er groß genug und vernünftig sein. Aber Autokauf ist keine Vernunftentscheidung - ich kann jeden verstehen der aus "guten Gefühl" sich den größtmöglichen Akku kauft genauso wie viele, die sich für 5000 Euro Designer-Felgen und Sportreifen aufziehen lassen.

  • Wir haben mit unserem 50er bisher kein Problem gehabt (tagespensum so um die 50km), und das auch bei den kalten Temperaturen und auch auf Langstrecke (waren erst am vergangenen Wochenende von Südbayern nach Stuttgart). Und das auch mit ungeplanten Spontanbesuchen von Freunden, die nicht direkt auf der Strecke lagen.

    Elroq 50 Tour + WP + Winterpaket / Solarladen mit EVCC

  • Ich habe auch den 85er genommen, weil ich immer schon gesagt hatte, ich will eine realistische Reichweite von 300km.

    Da ich den Wagen nun erst auch seit 3 Wochen habe, kann ich sagen, dass diese Anforderung bei der dauerkälte gerade so machbar ist. Von daher habe ich für mich alles richtig gemacht.

    Elroq 85 Velvet-Rot-Metallic, 20“ Neptun Anthrazit, Lodge, Advanced, AHK, Winter, Sport