Beiträge von EV67

    Sorry für nochmal OT, aber die KI sucht nicht aus verschiedenen Ergebnissen die besten raus, sondern baut sich daraus im schlimmsten Fall eine neue "Wahrheit". Daher sollte man KI Ergebnisse mit sehr großer Vorsicht genießen. Und je mehr diese Ergebnisse ungeprüft verbreitet werden umso schlimmer wird es halt...

    Auch OT. Mistrauen und gelegentliches Querchecken mehrerer Quellen vorausgesetzt, liefert die KI erstaunlich gute Ergebnisse. Ich fürchte das wird sich nicht mehr aufhalten lassen.
    In unserem Fall siehe unten mit den Links wo man direkt auf den Urtext geleitet wird.
    Ist als Plädoyer für verantwortungsvolle Nutzung gemeint und keine Kritik an obigen Zitat.pasted-from-clipboard.png
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    Die Türgriffe waren mir beim Elroq ein wichtiges Detail in der Kaufentscheidung. International scheint sich der Wind auch wieder in Richtung konventioneller Griffe zu drehen. Die Behörden scheinen selbst die Änderung bei bereits bestehenden Modellen (natürlich vor Inverkehrbringung) zu fordern.

    "PEKING (dpa-AFX) - Wegen Sicherheitsbedenken und umständlicher Bedienung verbietet China versteckte Türgriffe an Autos. Die Behörden in dem Land mit dem weltgrößten Automarkt änderten dazu die entsprechenden Vorgaben, wie aus einer Mitteilung des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie hervorging. Betroffen sind vom kommenden Jahr an Türgriffe, die in der Autotür verschwinden können und vor Betätigung automatisch herausfahren oder sich ausklappen.

    Bekannt geworden war die Technik bei den Modellen des US-Autobauers Tesla. Die Änderung, die am 1. Januar 2027 in Kraft tritt, gilt für alle ab dann in China verkauften Autos. Modelle, welche die Behörden bereits genehmigt hatten und kurz davorstehen, auf die Straße zu kommen, müssen die Hersteller bis 2029 umrüsten. Nicht betroffen ist die Kofferraumklappe.

    Warum China die Griffe verbietet

    Mit der Änderung könnte China als wichtiger Akteur auf dem globalen Automarkt einen Trend in Gang setzen. Die neue Anforderung besagt, dass Autotüren von innen und außen mechanisch geöffnet werden können müssen, wie die Behörde weiter erklärte. Damit sollen Probleme wie die umständliche Bedienung der Türgriffe sowie deren Versagen beim Öffnen nach einem Unfall angegangen werden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

    Hintergrund ist, dass bei Autounfällen Türen mit den neuartigen Griffen, die an vielen E-Autos verbaut wurden, im Verdacht standen, versagt zu haben. Helfer, die am Unfallort Insassen befreien wollten, sollen die Türen nicht geöffnet haben können.

    Was das für Hersteller bedeutet

    Welche Modelle betroffen sind, erklärte die Behörde nicht. Die Prüfung des Türgriff-Standards lief schon länger. Laut der staatlichen Zeitung "China Daily" hatten Stand April 2025 von den 100 am häufigsten verkauften Elektro- und Hybridautos 60 Prozent versteckte Türgriffe.

    Hersteller müssen nun das Autogriff-Design betroffener Fahrzeuge erneuern. Die Kosten für die Umrüstung dürften jedoch überschaubar bleiben, auch weil man die Zulieferer für klassische Türgriffe bereits kenne, hieß es von einem deutschen Hersteller in China auf Nachfrage. Neue Entwicklungen im Türgriff-Bereich, die nun von der Regeländerung betroffen seien, könnten jedoch nicht mehr verwendet werden./jon/DP/stk"

    Ich möchte nochmal die räudige LG Batterie erwähnen, die ist wirklich nicht toll und ich hätte wirklich gerne die CATL 135kW... Am Abgangsort hatte ich extra nicht auf 100% geladen, sondern bis kurz nach 90%, damit ich auf der Bergabfahrt noch ein wenig rekuperieren kann. Was soll ich Euch sagen, bis zur Autobahnauffahrt in Ötz, was immerhin über 65km und fast 45min Fahrzeit sind, war der Rekuperierungsbalken bei 20-25% vom maximalen blauen Balken. Somit haben wir fast nichts von der Energie der Bergabfahrt nutzen können, bei Ankunft in Ötz hatten wir noch 81%. LG Batterie ist doof.

    Es gibt keinen free lunch ;-).
    Der höhere Nickelgehalt der LG-Zellen begrenzt die Ladeleistung bei hohem SoC und auch bei tiefen Temperaturen stärker als bei CATL. Physikalisch ist das nachvollziehbar.
    Dafür gibt's mit LG etwas mehr Energieinhalt (Brutto) und die bessere Ladeleistung bei kurzen Autobahnstopps.

    "Zertifiziert" heißt nicht, dass die einzelne Akkus durchgemessen werden. D.h. nur dass Qualitätsstandards gelten - es gibt nix schriftliches wo drin steht, das jeder neu verkaufte Akku genau 77kwh hat.

    Mal noch eine technische Frage. Das BMS müsste doch erkennen, wenn die 77kWh nicht erreicht werden und dann den SoH auf <100% setzen.

    Nur dass die Fahrzeuge die in die USA verkauft werden andere Akkus haben (SK Innovation), in EU LG oder CATL. Von daher stimmt deine Aussage genauso wenig, wie von Anderen die schon befürchten, dass der Rückruf in den USA Auswirkungen hier haben müsse.
    "Zertifiziert" heißt nicht, dass die einzelne Akkus durchgemessen werden. D.h. nur dass Qualitätsstandards gelten - es gibt nix schriftliches wo drin steht, das jeder neu verkaufte Akku genau 77kwh hat. Nicht mal intern. Aber richtig ist - im Schnitt - haben die Akkus mehr - zumindest Stand heute.


    Deine Aussage zwischen LG und CATL stimmt genau umgekehrt: Deswegen hat der LG-Akkus auch einen höheren Lade-Peak und die CATL laden dann nahe 100% deutlich langsamer.

    Verstehe ich nicht ganz was bei meiner Aussage zu CATL und LG falsch sein soll

    - LG hat hohen Nickelanteil (erste Zahl hinter NMCxxx bei der Zellangabe), höhere spezifische Energie, höhere Ladeleistung bei niedrigem SOC (was ich gelegentlich nutze), geringere Ladeleistung bei hohem SoC, halt empfindlicher zu regeln
    - CATL "konservativeren" Nickelanteil, thermisch stabiler, robuster, einfacher zu regeln, kleinerer Ladepeak aber Richtung 100% SoC mit mehr Ladeleistung, geringere spezifische Energie

    Es ist richtig dass in den USA nur SK eingesetzt wird. Mir ging es um den Mindset in der Entwicklung und der Fertigung. Seit dem Dieseldesaster wird eigentlich peinlich darauf geachtet, dass die Werte aus der Typprüfung eingehalten werden. Das gilt auch für die BMS Software, falls man die an "schlechte Akkus" anpassen wollte. Der VW Konzern ist da fast paranoid.


    Natürlich kann es einzelnes Fehlverhalten geben und es kann sein, dass man damit nicht auffällt. Man muss aber damit rechnen, dass die Marktüberwachung auch in Deutschland bzw. anderen EU Ländern rausfindet, wenn die Toleranzen aus der Typgenehmigung gravierend verletzt werden.
    Wer jetzt sagt, das kommt nicht vor. Ich habe einmal selbst ein Neufahrzeug nicht bzw. verspätet bekommen, weil es von der Behörde nach dem Bandlauf für eine Prüfung einkassiert wurde.
    Insgesamt ist die EU jedoch am wenigsten streng überwacht.


    Fazit: Bin mir sicher, dass da "bewusst" keine Akkus rausgehen, die im Neuzustand weniger als 77 kWh (innerhalb genehmigter Toleranzgrenzen bei Normbedingungen) haben. Kann man natürlich naiv nennen.

    China überwacht auch streng, aber das ist ein anderes Thema.

    Es ist noch viel komplizierter:

    .......

    Noch ein paar Anmerkungen.

    - Die 77 kWh sind zertifiziert und werden definitiv beim Neufahrzeug unter Normbedingungen eingehalten. Der MEB wird auch in den USA verkauft. Dieses Risiko geht niemand mehr auch nur im Ansatz ein dort vor Gericht zu landen.
    (Die Autos haben ja alle möglichen Sticker den die CARB fordert, auch mit den 77 kWh)

    - Die Bruttokapazität ist beim Neuakku "üppig" höher. Da ist man bei Chargen-/Lieferantenwechseln auf der sicheren Seite.

    - LG soll etwas mehr Brutto haben (NMC Zellen mit höherem Nickelanteil), CATL ist etwas geringer dafür aber robuster. Mindesten 77 kWh haben sie aber beide. Mir wäre inzwischen der CATL sogar etwas lieber auch wenn ich die hohe Ladeleistung gelegentlich nutze.

    - Viele Daten vom BMS sind auslesbar, je nach Lizenz mehr oder weniger gut. Die Werte sind zuverlässig, soweit man die Grenzen von Applikation und Modellbildung im Hinterkopf hat.

    - Der Wert SoC im Auto ist ein geglätteter aber für den Alltag brauchbar.

    - Ein relativ neues Fahrzeug mit 100% Cockpit SoC rekuperiert auch noch unter Flachlandbedingungen. Einschränkungen gibt es bei langen Abfahrten, niedrigen Temperaturen und bei der Rekuleistung.

    - VW/Skoda kann die Batterie-Grenzen vermutlich aufmachen (analog Tesla). Die Botschaften sind auf dem CAN bei Skoda vorhanden.

    - Solange die Nettokapazität von 77kWh unter Normbedingungen eingehalten wird, spricht Skoda offenbar von SoH 100%. Das erscheint mir korrekt. Deshalb haben Fahrzeuge auch lange einen SoH von 100% obwohl die Zeit / Ladezyklen bereits am Akku nagen.

    Das Auto berechnet die Restreichweite. Dieser Wert ist relativ genau, da das Fahrzeug den Batteriezustand und das Fahrverhalten im Betrieb berücksichtigt. Genauer bekommt man das (von Ausnahmen abgesehen) nicht hin.

    Die 77 kWh sind der zertifizierte Nettowert, der im Laufe der Zeit weniger wird. Der im Cockpit und in der App angezeigte SoC ist ein geglätteter Wert, der durchaus vom realen Wert insbesondere oben und unten abweicht. Das Fahrzeug selbst rechnet mit den realen Werten.

    Härtetests in Alaska: E-Autos schlagen sich bei extremer Kälte besser als Diesel | heise online


    https://www.heise.de/news/Haer…l-11149227.html?seite=all

    Ich bin ja pro E-Auto, aber diese Darstellungen sind schon sehr speziell.
    " Einen deutlichen Unterschied machte hier aber, ob das E-Auto draußen in der Kälte oder etwa in einer Garage geparkt war. Letzteres brachte die E-Autos wieder in Front, weil dadurch das energieintensive Aufwärmen von Batterie und Innenraum entfällt..." Wer hätte das gedacht, dass eine Garage Vorteile bringt.