Übrigens nennt VCDS den gezeigten Wert als % von der zertifizierte Kapazität. Solange also die 77 kWh unter zertifizierten Rahmenbedingungen abrufbar sind bleibt es bei 100%. Das scheinen auch andere OEM so zu machen. Bei VW scheint der SoH wegen der Puffer lange oben zu bleiben obwohl die Zellchemie schon altert.
Wie schon gesagt interessiert mich einfach wann es auf 99% springt und wie es dann auf Zellebene aussieht. Der Nutzen ist natürlich eher akademisch. Ab 99% müsste dann der typische Verlauf einsetzen.
Beiträge von EV67
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Ich zitiere mal eine GPT-5.1. Das klingt für mich zumindest logisch auch wenn man weiß, dass da die KI gerne mal halluziniert. Also Vorsicht.
Wie wird der SoH in VCDS berechnet?VCDS berechnet den SoH NICHT selbst.
VCDS liest lediglich Messwerte aus dem Batteriemanagementsystem (BMS) aus.
Die Berechnung des SoH erfolgt ausschließlich im BMS des Fahrzeugs.
Das bedeutet:
• VCDS zeigt nur den vom BMS gelieferten Wert an.
• Die Formel ist nicht öffentlich dokumentiert.
• Der SoH ist ein internes Ergebnis aus mehreren BMS‑Parametern.
Diese Aussage wird durch Forenbeiträge bestätigt, in denen Nutzer explizit nach einer Berechnungsmethode suchen und stattdessen auf Tools verwiesen werden, die externe Berechnungen durchführen müssen, weil das BMS die Formel nicht offenlegt.
Was macht das BMS intern?
Das BMS nutzt typischerweise:
• Nettokapazität (kWh)
• Bruttokapazität (kWh)
• Zellspannungen / Zellwiderstände
• Lade‑ und Entladehistorie
• Temperaturverhalten
• Coulomb Counting + Spannungsmodellierung
Die exakte Gewichtung ist proprietär.
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Interessant war auch die Aussage zur neuen Klasse von BMW "Nicht in jedem Fall kann eine Auslieferung noch 2026 garantiert werden." Zumal das Auto ja nicht billig ist.
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So langsam bin ich über das Ladeverhalten verwirrt. Aufgrund der Diskussion habe ich in den letzten zwei Nächten jeweils 10 kWh als Vorgabe an der WB (Wattpilot, identisch mit Go e) vorgegeben. Mein EMS hat einen Strom von 11 kW konstant gemessen. Laut Ladeverlauf sind einmal 7 und einmal 8 kWh geladen worden. Das passt, denn der SOC ist nur um 8 % gestiegen. Der Start-SOC lag bei 31 bzw. 39%. Wenn das stimmt, betragen die Ladeverluste mehr als 20 % bei 11 kW. Meine WB und Kabel können 22 kW und hier wird nichts runtergeregelt. Es wurde um 4 Uhr geladen, also netzdienlich.
Morgen fahre ich den Akku wieder runter, wenn die Straßen es zulassen.
Bei diesen kleinen SoC Hüben bzw. kWh würde ich mir keine Sorgen wegen der rechnerischen Ladeverluste machen, wenn das die vom Fahrzeug/App angezeigten Werte sind. Der SoC im Cockpit wird ja "geglätted". Da ist schon 2% oder 1 kWh Abweichung eine relevante Abweichung.
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Pflicht-eCall (EU-eCall)
Ist immer kostenlos, immer aktiv und nicht kündbar. Dafür darf keine Gebühr verlangt werden.
Das was du hier ansprichst, ist ein erweitertes System das dann zusätzlich angeboten wird.
Aber wenn ein Fahrzeug so gebaut wäre, dass bei Nichtzahlung auch der Pflicht-eCall ausfällt, wäre das klar rechtswidrig und nicht zulassungsfähig in der EU.
Das ist richtig. Mein Hinweis war nur, dass über die kostenpflichtigen Systeme die Infrastruktur bereits verfügbar ist. Der Initialaufwand dürfte (auch bei VW) bereits abgeschrieben sein.
Kostenpflichtig sind die Systeme für den Endkunden auch bisher erst nach einigen Jahren. Vorher übernimmt das der Hersteller und die meisten Leasingnehmer wissen das nicht einmal.
Als Hersteller würde ich das System (sofern es technisch geht) für alle öffnen und die gesetzlichen Basisanforderungen kostenlos dauerhaft realisieren. Über Zusatzfunktionen kann man dann ggf. noch etwas bei einer Anzahl von Kunden einspielen.
(Mir waren die erweiterten Crashfunktionen auch immer einen Aufpreis bei BMW wert.) -
Man kann auch Laura bemühen, funktioniert zuverlässig.
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Zur Haftung und zu den oft genannten „Ansprüchen“ wegen eCall
Nur mal zur Einordnung, Skoda ist hier nicht automatisch haftbar.
Das ist sicher richtig. Mein Punkt zielte darauf, dass VW nicht unbedingt bekannt ist für fehlerfreie sichere Ausrollung von Softwarelösungen. Die Abschaltung ist seit langem bekannt und dann könnte man ja mal mit einem Backupplan mit etwas Reservezeit für ein potenzielles Bugfixing antreten.
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....ein Update funktioniert nur, wenn die LTE-Hardware bereits vorhanden ist. Das vermute ich mal stark, weil ja auch eine Internetverbindung für Musik und Laura besteht.
Das scheint auch der Plan zu sein. Es gibt ja OEM's, die bisher schon einen eigenen ggf. kostenpflichtigen und umfangreicheren Notruf via LTE betreiben. Technisch ist das möglich, wenn das vorgehalten ist.
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Und man sieht die normale Abweichung Cockpit (SoC usable 70,3%) und BMS (SoC real 69,2%).
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Gemini beschreibt es ganz gut:
"Der Verschleiß eines Akkus (auch Alterung oder Degradation) bedeutet den allmählichen Verlust seiner Fähigkeit, Energie zu speichern und abzugeben, was sich in kürzerer Laufzeit oder geringerer Reichweite zeigt. Hauptursache ist die chemische Alterung durch Ladezyklen und Zeit, die die interne Effizienz mindert. Dies äußert sich in Kapazitätsverlust und erhöhtem Innenwiderstand, wobei der Zustand oft als "State of Health" (SOH) ausgedrückt wird."