Fragen zur Rekuperation

  • - Optimal für >95%: Rollen lassen und bei Bedarf so bremsen, dass nur rekuperiert wird ohne mechanische Bremse

    - Theoretisch für <5%: Fahren im optimalen Betriebsbereich und ggf. mit N noch etwas herauskitzeln, wenn man die Betriebspunkte kennt und eine Anzeige hat.


    Hinweis: N ist nur eine Nullregelung. Die E-Maschine hat Permanent-Magneten und da wird immer induziert. Das Moment wird nur elektronisch auf 0 ausgeregelt.


    - Sportprogramm oder max. Reku für kurvenreiche Strecken. Das Fahrzeug hängt besser am "Gaspedal". Eigentlich absurd bei einem >2 Tonner.

  • Optimal für >95%: Rollen lassen und bei Bedarf so bremsen, dass nur rekuperiert wird ohne mechanische Bremse


    Wenn wir schon von kinetischer Energie reden: Die geht quadratisch zur Geschwindigkeit ein (E=1/2mv²). Der Elroq besitzt aufgrund seiner Masse bei 80km/h ca. 1000 Kilojoule Energie. Bei 40km/h sind es nur noch ca. 250kJ.


    Wenn ich beispielhaft bei 80km/h zum stehen kommen will, muss ich diese 1000 kJ vernichten bzw. sinnvoll zurückgewinnen. Wann macht es Sinn zu rekuperieren, bei hoher Geschwindigkeit oder bei niedriger?


    Bei einer Rekuperation von 80km/h auf 40km/h hole ich mir nach Adam Riese 70% von 750kJ, also 525 kJ in die Batterie zurück. Lasse ich erst rollen bis 40km/h und rekuperiere dann, sind es nur noch 70% von 250kJ, also 175kJ.


    Fazit: Bei hohen Geschwindigkeiten stärker rekuperieren und je langsamer man wird, immer schwächer rekuperieren ist die effektivste Methode.

    Elroq 85 Sportline Timiano Maxx DCC Wärmepumpe Anhängerzugvorrichtung. Bestellt am 15.01.2026

  • Wenn du früher mehr rekuperierst, stehst du allerdings dann schon 200 Meter vor der Ampel. Beim Rollen kommst du bis zum Strich.

    Nein, das mache ich schon seit drei Jahren so. Du muss mit der Rekuperation spielen. Das geht alles mit dem Gasfuß. Ich bestimme, wann ich stehe.

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  • Rechnung ist physikalisch richtig. Übrigens ist der sweet spot für unseren BEV mit PSM tatsächlich im Bereich irgendwo 30-80 km/h. Darunter sinkt die Generatorleistung des Motors zu stark und Reku wird ineffizienter.

    Meine 95% bezogen sich auf die Gesamtheit der Fahrer, die das Optimum unter realen Straßen-/Fahrzeugbedingungen selten treffen kann. Dann einfach rollen lassen und mechanisches Bremsen vermeiden und nachfolgenden Verkehr nicht behindern.

  • Danke.

    Wie ich eingangs schon erwähnt hatte, können Verkehrssituation, persönliches Fahrvergnügen und andere äußere Einflüsse dagegen sprechen, so zu fahren bzw. so zu verzögern.


    Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir es vom Verbrenner her so gewohnt waren, dass wir die Bremsen am meisten schonen wenn wir erst mal nicht bremsen und dann langsam damit anfangen um an einem bestimmten Punkt zum stehen zu kommen. Beim Rekuperieren wollen wir das System aber nicht schonen, sondern möglichst gut nutzen und dann darf man mal genau andersrum denken.

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  • Wenn du früher rekuperierst und nicht rollst, stehst du früher.

    Wenn du später zu rekuperieren anfängst, um auch so spät ( mein AmpelBeispiel) zu stehen wie beim rollen, hast du vorher länger Energie eingesetzt. (Gas gegeben). Die du durch das rekuperieren nur tlw. zurück bekommst.

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  • Google KI sagt:


    Thema: Effizienz-Check: Rekuperation vs. Segeln (Gleiten)
    Kurz und knapp für alle, die das Maximum aus ihrem Akku herausholen wollen:

    1. Segeln (Gleiten) schlägt Rekuperation:

      Physikalisch ist das Segeln immer effizienter. Warum? Jede Energieumwandlung (Bewegung → Strom → Bewegung) hat Verluste (ca. 15–30 %). Wer gleitet, nutzt die bereits investierte kinetische Energie zu 100 %, um Strecke zu machen. Motto: Wer später bremst (oder rekuperiert), verliert.
    2. Rekuperation ist der „Plan B“:

      Wenn die Strecke nicht reicht, um allein durch Ausrollen zum Stehen zu kommen, ist die Rekuperation natürlich Pflicht. Sie ist jeder mechanischen Bremse vorzuziehen, da sie Energie zurückgewinnt, statt sie als Wärme an den Bremsscheiben zu verschwenden.
    3. Schnell oder langsam rekuperieren?

      Eher gleichmäßig und vorausschauend. Bei extrem starker, kurzer Rekuperation steigen die thermischen Verluste im Akku und in der Leistungselektronik. Ein sanfterer, längerer Bremsvorgang ist meist effizienter und schont zudem die Reifen.

    Fazit für die Praxis:

    • Viel Platz: Fuß vom Gas und „Segeln“.
    • Wenig Platz / Ampel: Frühzeitig den Fuß vom Gas und moderat über die Rekuperation verzögern.
    • Mechanische Bremse: Nur im Notfall oder für die letzten Meter zum Stillstand nutzen.